Über mich

Cornelia Becker | Praxis für Physiotherapie, Fotocredit: Julia Spicker

Seit meiner Kindheit faszinierten mich Bewegung und Ausdruck. Der erste Schritt, dies für mich greifbar zu machen, war eine Bühnentanzausbildung. Nach meinem Abschluss in Wien ging ich an die Akademie der Künste in Holland, um Bühnentanz zu studieren. Doch bald schon merkte ich, dass ich mich weniger auf, als vielmehr hinter der Bühne wohlfühlte. Ich wechselte in den choreographischen Bereich. Die Vermittlung von Bewegung und Ausdruck war es, was mich immer mehr ansprach, insbesondere bei Menschen, die sich noch in ihrer Entwicklung befanden.

Zahlreiche Verletzungen meiner TanzkollegInnen führten mich schließlich in den medizinischen Bereich. So begann ich mit der Ausbildung zur Physiotherapeutin am AKH Wien, welche ich mit ausgezeichnetem Erfolg absolvierte. Nach langjähriger Spitalspraxis eröffnete ich 2006 meine eigene Praxis. Seither arbeite ich ausschließlich freiberuflich als Wahltherapeutin.

Hier können Sie eine ausführliche Zusammenfassung meines beruflichen Werdeganges nachlesen.

8 Fragen, die Sie mir vielleicht stellen wollen

Was zeichnet Sie als Therapeutin besonders aus?

Mein immenses Interesse an der Beobachtung und Analyse menschlicher Bewegung. Daraus ergibt sich automatisch ein tiefer Respekt jeder einzelnen Persönlichkeit mit ihrer ganz speziellen körperlichen Ausdrucksweise. Was wiederum einen höchst individuellen und kreativen Zugang verlangt. Im Laufe der Jahre habe ich mich mit unterschiedlichsten Therapieansätzen weitergebildet, um für möglichst viele unterschiedliche Persönlichkeiten passende Konzepte anzubieten.
Ein sehr bodenständiger Mensch mit ausgeprägtem Interesse an klarer Bewegungsanweisung benötigt zum Beispiel einen völlig anderen therapeutischen Zugang als ein sensibler, zart besaiteter Mensch mit Liebe zu Musik und harmonischer Bewegung.

Was erwartet mich in der Therapie?

Es ist meine Motivation, Menschen nicht abhängig von meiner passiven Therapie zu machen, sondern ihnen zu zeigen, wie sie sich selbst bei stärksten Verspannungen selber helfen können. Meine Erfahrung zeigt, dass sich nur dann langfristiger Erfolg und Zufriedenheit einstellen. Natürlich sind oftmals passive Techniken notwendig, um die Voraussetzung für aktive Bewegung zu schaffen. Ziel ist letztlich jedoch stets, mit dem Patienten/der Patientin ein Programm zur Selbsthilfe und Umstellung zu erarbeiten. Dies passiert zum allergrößten Teil in aktiver Wahrnehmungs-, und Bewegungsschulung.

Wie oft muss ich zur Therapie kommen?

Die Therapieintervalle können je nach Bedarf und Möglichkeit von mehrmals wöchentlich bis zu einmal monatlich variieren. Das vereinbare und bespreche ich mit Ihnen persönlich bei unserem ersten Treffen. Vorgeschriebene Regeln wären absolut nicht zielführend.

Wie passen Yoga, Meditation, Tiefenentspannung und Balletttanz zu einer „klassischen“ Physiotherapie?

Als Physiotherapeutin ist für mich die permanente Berücksichtigung schulmedizinischer Erkenntnisse nicht nur tiefe ethische Überzeugung, sondern auch verantwortungsbewusste Notwendigkeit. Ich vermittle Patienten alternativmedizinisches Wissen ausschließlich dann, wenn ich es auch durch wissenschaftliche Studien wiederholt bestätigt gelesen habe.

Eine ganzheitliche Sichtweise auf Beschwerden ist für einen Heilungsprozess sehr wirksam, da körperliche Beschwerden auch von der geistigen Ebene aus betrachtet werden können – und aus meiner Sicht auch sollten. Ob Sie dies auch wollen, liegt aber selbstverständlich ganz bei Ihnen.

Wie können Yoga, Meditation, Tiefenentspannung und Balletttanz mit Physiotherapie kombiniert werden?

Praktisch kann das zum Beispiel so aussehen, dass ich für einen musikalischen Patienten zu einer Musik seiner Wahl, oder einem von mir ausgewählten musiktherapeutischen Werk ein therapeutisches Bewegungsprogramm zusammenstelle.

Ebenso habe ich einer bereits über 80 Jahre alten Patientin, deren Wirbelsäule aufgrund langjähriger Fehlhaltung, Asthma und Osteoporose verkrümmt war, die Grundhaltung der Balletttechnik mitsamt Armbewegungen beigebracht. Sie war überglücklich, denn ihr Traum, Ballett zu lernen, war in ihrer Kindheit nicht in Erfüllung gegangen. Nun konnte sie dies im Rahmen ihrer Therapie zumindest ansatzweise nachholen. So tat sie nicht nur ihrem Körper, sondern auch der Seele Gutes.

Einer gelähmten Patientin habe ich spezielle Handstellungen aus dem Yoga gezeigt, um ihre Beschwerden zu lindern. Neben den Körperstellungen (Asanas) existieren Mudras genannte Handstellungen, die wie Reflexzonen Beschwerden ganzheitlich harmonisieren und zudem selbst für die gelähmte Patientin leicht umzusetzen waren.

Was ist Ihnen in der therapeutischen Zusammenarbeit wichtig?

In erster Linie ein offenes Vertrauensverhältnis, denn nur dann kann die Therapie optimal angepasst werden. Neben der Offenlegung aller Erkrankungen und eventuell privater Belastungen gehört auch die ehrliche Einschätzung der eigenen Übungsmotivation und Vorlieben dazu.

Bei reibungslosem Heilungsverlauf entstehen keine Schwierigkeiten, allerdings kann es naturgemäß auch mal eine therapeutische Stagnation oder einen Rückfall in alte Schmerz-, Verhaltens-, oder Bewegungsmuster geben. Das offene Aussprechen von Unzufriedenheit, Zweifel oder Demotivation ist mir sehr wichtig, um diesen Widerstand durch Adaption des therapeutischen Ansatzes oder unter Umständen auch eine Therapiepause zu durchbrechen.

Und dann natürlich als Grundvoraussetzung: Verlässlichkeit!

Was sind Ihre privaten Leidenschaften?

Sie fügen sich glücklicherweise nahtlos in meinen Beruf.
Die Faszination harmonischer Bewegung; das Interesse, Bewegungen zu analysieren; die Auseinandersetzung mit Krankheiten und Verletzungen sowie deren naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten und die geistig-seelische Komponente, um Heilungswege zu finden – all dies hat mich von Anfang an geprägt.

Meine größte private Leidenschaft gilt allerdings nach wie vor dem Balletttanz.
Ich trainiere selber jeden Tag einige Stunden bei meinen mir wertvollen Balletttrainern, praktiziere jeden Morgen Meditation und Yoga und höre von Herzen gerne klassische Musik – vorzugsweise Barockkomponisten.

Haben sie eine Lebensphilosophie?

Meine Lebensphilosophie basiert auf meinen bisherigen Lebenserfahrungen, den Umgang mit Erfolgen, Rückschlägen und Widerständen und lautet:

„Unterschätze nie einen Menschen der einen Schritt zurück macht.
Er könnte Anlauf nehmen!“